Verstopfung (Obstipation): Wenn Sie müssen, aber nicht können

Was hilft, wenn der Darm kurzzeitig seinen Dienst verweigert?

Wenn bei dem Gedanken an den Stuhlgang der Schweiss ausbricht, der Bauch aufgebläht ist, ständig Luft entweicht und die Laune mit jedem glücklosen Toilettengang sinkt… Reisen, eine ballaststoffarme Ernährung oder mangelnde Bewegung sind die häufigsten Auslöser für temporäre Verdauungsstörungen. Sie bedeuten für das „Gewohnheitstier Darm“ buchstäblich harte Arbeit mit akuten Verstopfungen als unangenehmer Folge. Und das in jedem Alter. Akute Verdauungsprobleme sind kein Grund zur Verzweiflung, denn der Darm kann innerhalb weniger Tage und auf natürliche Weise durch eine Umstellung des Lebensstils wieder ins Lot gebracht werden.

Verstopfungen: eine der häufigsten Beschwerden im Magen-Darm-Bereich

Harter oder ausbleibender Stuhlgang aufgrund von Verdauungsproblemen betreffen uns alle. Bereits Babys können unter Bauchweh, Gasen im Darm und Verstopfungen leiden und auch im weiteren Verlauf des Lebens führen die vielfältigsten Ursachen zu einem trägen Magen-Darm-Trakt. Grundsätzlich macht eine Verstopfung vor keiner Altersgruppe halt. Es wird jedoch angenommen, dass Menschen ab dem 60. Lebensjahr häufiger an hartem Stuhl, unregelmässigem Stuhlgang, zeitweisen oder gar chronischen Verstopfungen leiden.

Da das Verdauungssystem nicht nur für die Aufbereitung und Nutzbarmachung der Nahrung zuständig ist, sondern aufgrund seiner unzähligen Nervenverbindungen auch als unser „zweites Gehirn“ und „Stimmungszentrum“ bezeichnet wird, macht es das für viele innere und äussere Einflüsse sehr empfänglich. Und eine Verstopfung gehört eindeutig zu den Symptomen, die mehrere körperliche und seelische Auslöser haben können. Aber wie wird eine Verstopfung aus Sicht der Ärzte definiert? Hier gilt folgende Faustregel: Wer weniger als dreimal pro Woche Stuhlgang hat, dabei angestrengt pressen muss und der schliesslich abgehende Stuhl eine harte, klumpige Konsistenz hat, der leidet unter Obstipation. Dauert diese nur wenige Tage an und lässt sich auf Veränderungen im Tagesablauf zurückführen, spricht man von einer akuten Verstopfung. Eine Verstopfung kann aber auch zu einem dauerhaften Begleiter werden.

Welche Ursachen können zu akuten, situativen Verstopfungen führen?

  • Reisen (langes Sitzen, wenig Bewegung)
  • Anpassungsschwierigkeiten des Darms aufgrund wechselnder Alltagsroutinen (z. B. Schichtdienst, ungewohntes Essen, Zeitumstellungen auf Reisen) 
  • ballaststoffarme, einseitige Ernährung
  • Bewegungsmangel (kein regelmässiger Sport im Alltag)
  • geringe Trinkmengen pro Tag
  • Stress und innere Unruhe
  • Erkrankungen, die mit Fieber einhergehen
  • Herauszögerung des Toilettengangs

Unwohlsein und Verstopfungen natürlich in den Griff bekommen

Selbsthilfe bei den Symptomen einer vorübergehen Verstopfung

Ob als Erwachsener oder Kind: Die Grundvoraussetzung für eine gute Verdauung ist es, täglich genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Als gutes Mittelmass gelten rund eineinhalb bis zwei Liter pro Tag, die in Form von Wasser, ungesüssten Tees oder Gemüse- oder Obstsäften getrunken werden können.

Auch bei Kindern sind Wasser, ungesüsste Tees und mit Wasser verdünnte Säfte mit wenig Zucker die besten Getränkealternativen. Es ist auch sinnvoll, ihnen eher mild gesäuerte Milchprodukte (Kefir oder Naturjoghurt) statt purer Milch und Kakao anzubieten – jedoch mit Mass und nur dann, wenn die Kleinen es auch vertragen. Wenn Kinder Bauchschmerzen haben und nicht gut auf Toilette gehen können, sollten Eltern verstärkt darauf achten, dass Ihre Kleinen ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen.

Im Erwachsenenalter schwören viele auf Kaffee. Dieser wird nicht nur zum Genuss, sondern auch bei einem verzögerten Stuhlgang getrunken, denn das im Kaffee enthaltene Koffein kann die Verdauung anregen.

Was hilft noch bei gelegentlichen Verstopfungen?

Die Liste der Hausmittel ist recht lang, wenn der Darm träge ist, sich Bauchkrämpfe und Blähungen einstellen und die Stuhlfrequenz stark vermindert ist. Viel trinken, fermentierte oder leicht milchsaure Nahrungsmittel zu sich nehmen, die Nahrung gut kauen und sich vor allem Zeit für den Stuhlgang nehmen. Betroffene haben viele – und vor allem natürliche – Möglichkeiten, die Obstipation ohne Chemie selbst in den Griff zu bekommen. Das sind die drei bewährtesten Tipps bei einer vorübergehenden Verstopfung:

Morgens ein Glas lauwarmes Wasser mit dem Saft einer frisch aufgeschnittenen Zitrone vermischt auf nüchternen Magen trinken und den harten Bauch im Uhrzeigersinn für einige Minuten massieren. Das kurbelt die Darmtätigkeit auf sanfte Weise an und kann den Stuhlgangreflex bereits nach wenigen Minuten auslösen. Es ist aber auch möglich, dass sich der Effekt erst mit etwas Verzögerung einstellt.

Das Tolle an Ballaststoffen: Sie quellen durch die aufgenommene Flüssigkeit im Magen-Darm-Trakt auf und vergrössern das Volumen des Speisebreis. Das wiederum führt zu einem weicheren, gleitfähigeren Stuhl und wirkt einer Verstopfung entgegen. Zu den ballaststoffreichen Lebensmitteln gehören vor allem Gemüse, Früchte und Getreide. Leinsamen, Flohsamen oder auch Kleie sollten allerdings immer mit ausreichend Flüssigkeit verzehrt werden, sonst verstärken sie die Problematik und, damit einhergehend, die Toilettenabstinenz.

Ein träger Alltag kann auch zu einem ebenso langsam arbeitenden Darm beitragen, deshalb gilt: Bewegung ist der Schlüssel zur Klotür. Es muss ja nicht gleich ein Marathon sein, aber regelmässiger und dem individuellen Fitnesslevel angepasste Bewegung aktiviert nicht nur die Muskulatur und das allgemeine Wohlbefinden, sondern auch den Darm. Der Stoffwechsel wird angeregt, die Darmperistaltik erhöht sich und setzt den Verdauungsprozess in Gang – eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme und gesunde Ernährung vorausgesetzt.

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