Nervöse Herzbeschwerden: Zu viel Stress kann das Herz aus dem Takt bringen

Wenn belastende Lebensereignisse zur Herzenssache werden

Wann hat Ihr Herz zuletzt vor Freude gerast oder sich vor Übermut überschlagen? Wie oft ist Ihr Herz schon „vor Schreck in die Hose gerutscht“, wurde „gestohlen“, „gebrochen“ oder ging sogar „verloren“? Normalerweise steht das Herz für Liebe und Romantik. Es ist der Motor, der unseren Organismus am Laufen hält. Und das ab Beginn unseres Lebens. Das Herz-Kreislauf-System ist das erste funktionsfähige, embryonale System, das schon ab der 3. Entwicklungswoche im Mutterleib für uns arbeitet. Es treibt unser Leben Tag für Tag kräftig und zuverlässig voran und ist auch ein Spiegel für unsere innere Verfassung. Eines Seismografen gleich, erfasst es sowohl die schönen als auch anstrengenden Momente im Leben und gibt uns mehr oder weniger deutlich zu verstehen, welche Spuren der Alltag in uns hinterlässt. Leider kann es auch vorkommen, dass das Herz bei seelischen Belastungen, wie Stress, besonders stark schlägt oder unregelmässig poltert, sich Druck-, Beklemmungsgefühle und sogar Kreislaufprobleme einstellen. Wenn diese Beschwerden keine nachgewiesene organische Ursache haben, bezeichnet man den Symptomkomplex als nervöse Herzbeschwerden.

Die Verbindung zwischen Herz und Psyche

Kardiologische Symptome aufgrund von Stress, Ängsten oder Depressionen

Oftmals sind es belastende Lebensmomente wie eine Trennung, Kündigung oder die Verarbeitung eines Todesfalls, die nervöse Herzbeschwerden auslösen können. Aber auch anhaltend stressige Alltagssituationen in Job und Privatleben können besonders bei sensiblen Menschen dazu führen, dass ihr Herz mit einem unregelmässigen Puls, Herzrasen, Beklemmungsgefühlen, Schwindel, Schlafproblemen, allgemeiner Unruhe und Nervosität reagiert. Nicht selten nehmen Betroffene von nervösen Herzbeschwerden die Symptome so enorm wahr, dass sie das Gefühl haben, tatsächlich einem Infarkt zu erleiden. Sorgenvolle Gedanken verschlimmern die Konfliktsituation nur noch, die Betroffenen befinden sich in einem Strudel aus Angst und depressiven Verstimmungen und finden schwer zu einem ausgeglichenen Normalzustand zurück.

Hand aufs Herz: Können nervöse Herzbeschwerden organische Folgen nach sich ziehen?

Im besten Falle lässt die innere Anspannung irgendwann nach und der gesamte Organismus kann sich beruhigen. Wenn private oder berufliche Spannungen jedoch über einen längeren Zeitraum anhalten und die Angst vor Herzproblemen einmal geschürt ist, können nervöse Herzbeschwerden auch organische Erkrankungen zur Folge haben. Sie ebnen den Weg zur Entwicklung eines Bluthochdrucks, der zu den grössten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen – darunter Herzinfarkt, Herzschwäche oder Herzrhythmusstörungen – zählt.

Was diagnostiziert der Hausarzt oder Kardiologe?

Aus ärztlicher Sicht ist es nicht einfach, psychosomatische Herz-Kreislauf-Beschwerden von organischen Erkrankungen zu unterscheiden und diagnostizieren. Das liegt darin begründet, dass viele Betroffene zunächst nur die körperlichen Symptome schildern. Treten die Symptome zum ersten Mal auf, sollte der Patient unbedingt gründlich untersucht werden. Dies erfolgt in der Regel per EKG, einen Belastungstest oder auch einer Echokardiografie, bzw. der Anforderung aktueller Laborwerte. Die Therapiemöglichkeiten bei körperlich bedingten Herzbeschwerden werden dann je nach Diagnose festgelegt. Liegt nachweislich keine organische Schädigung des Herzens vor, ist es die Aufgabe des behandelnden Arztes, den Patienten umfassend und behutsam über alternative, psychotherapeutische Methoden zu unterrichten. Wichtig ist, die psychosozialen Auslöser – wenn nötig: langfristig – zu behandeln und Betroffene somit aktiv dabei zu unterstützen, mit Stresssituationen proaktiv umgehen zu können.

Stress als psychosozialen Risikofaktor für Herzerkrankungen verstehen lernen

Schon lange ist bekannt, dass bestimmte Formen von psychischem Stress das Herz nicht nur beanspruchen, sondern auch schädigen können. In den letzten Jahren widmet sich die Herzforschung verstärkt der Untersuchung von Krankheiten, die durch Stress ausgelöst oder verstärkt werden können. Dabei spielen die sogenannten „Stress-Hormone“ Adrenalin, Noradrenalin oder auch Kortisol eine grosse Rolle, denn sie werden bei Stress vermehrt ausgeschüttet und wirken sich sowohl auf die Psyche als auch den gesamten Organismus aus. Neben den internen Faktoren, werden auch externe Stressoren von den Forschern unter die Lupe genommen. Hier unterscheidet man zwischen objektiven (Krankheiten, Schlafentzug, Unter- oder Überforderung) und subjektiven Stressoren (Ängsten, Unsicherheiten, negativen Denkmustern oder selbstversursachtem Zeit- und Leistungsdruck). Die Auslöser für nervöse Herzbeschwerden sind also auch individuell zu betrachten.

Eine ganzheitliche Denkweise ist der erste Schritt zur Herzgesundheit

Von der Tatsache ausgehend, dass sich das körperliche Befinden auf die innerliche Einstellung auswirkt (und vice versa) gibt es einige Möglichkeiten, sich selbst etwas Gutes zu tun, in dem man Körper und Seele gleichermassen berücksichtigt und so im Umkehrschluss auch sein Herz stärkt. Obgleich man auf organische Erkrankungen des Herzens nicht oder nur in geringem Masse Einfluss nehmen kann, kann der Mensch sich zumindest um sein körperliches und seelisches Wohlbefinden kümmern – Tag für Tag.

Körper, Seele und Herz in Balance

Diese Tipps für mehr innere Ruhe können Sie beherzigen:

  • gesunde, ausgewogene Ernährung
  • regelmässiger (Ausdauer-)Sport, vor allem: Bewegung an der frischen Luft
  • Mediation / autogenes Training / progressive Muskelentspannung
  • Gewichtsabnahme bei Übergewicht
  • kein Alkohol und keine Zigaretten
  • soziale Kontakte pflegen, aktiv am Leben teilhaben, Hobbies verfolgen
  • professionelle, psychologische Hilfe in Anspruch nehmen (kognitive Verhaltenstherapie)
  • eine ausgeglichene Work / Life Balance schaffen

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